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Unterwegs – Ein photgraphischer Reiseblog

Koh Mak

Dies wird mein vorläufig letzter Blogeintrag sein. Geschrieben, dick eingepackt bei voll aufgedrehter Heizung, zurückgekehrt in ein trübes und kaltes Deutschland. Noch erfüllt von den vielen Eindrücken und vor allen auch den vielen interessanten, spannenden und tollen Menschen die ich treffen und ein wenig kennenlernen konnte. Neben der atemberaubenden Natur, Architektur, und Kultur sind die vielen Gespräche, das was mir am meisten gegeben hat und mich mein bisheriges Lebensmodel in einem anderen Licht sehen lässt. So bin ich zurück mit einem großen Sack voller Ideen und es soll nicht der letzte Reiseblog sein.

Aber nun ein wenig über meine letzte Station auf der Reise, wenn ich die drei Tage Bangkok vor dem Abflug ausser acht lasse, die wunderschöne Insel Koh Mak in Thailand.

Von Siem Reap aus bin ich mit dem Bus an die Thailändische Grenze gefahren. Nach dem ich dann mein Visa für Thailand hatte ging es mit dem Minibus weiter nach Trat wo ich eine Nacht verbracht habe, um am nächsten Morgen vom ca. 20 Km entfernten Hafen mit dem Speedboot nach Koh Mak überzusetzen. Die Fahrt mit der Fähre führt vorbei an vielen winzigen Inseln, Felsen und an Thailands zweitgrößter Insel Koh Chang. Dabei brettert die Fähre mit ca. 50-60 km/h über das türkisblaue Wasser.

Im Gegensatz zu Koh Chang welches sehr vom Massentourismus und Partyvolk vereinnahmt ist geht es auf Koh Mak noch sehr ruhig und gelassen zu. Das liegt sicher auch daran das die Insel vor rund 100 Jahren von König Rama V an fünf Familien übergeben wurde die auch noch heute die Inselgeschicke bestimmen und es anscheinend lieber etwas ruhiger angehen lassen. So darf auf der Insel kein Gebäude gebaut werden welches höher ist als der höchste Baum auf dem Grundstück, was zur folge hat das in der Regel nur zweistöckige Gebäude zu finden sind. Ausserdem sind ausnahmslos alle Strände frei zugänglich, so das keine Hotelanlagen mit Privatstrand zu finden sind. Man kann durch jedes Resort an jeden Strand gehen. Das Inselinnere wird zumeist landwirtschaftlich genutzt, hauptsächlich werden Kautschukbäume und Kokospalmen kultiviert.

Ich hatte mir im Vorfeld bereits einen einfachen Mattenbungalow im Monkey Island Resort gebucht und habe damit in meinen Augen auch einen Volltreffer gelandet. Micky der Betreiber ist ein lustiger, musikalischer, manchmal ein wenig verstrahlter aber unglaublich sympathischer Thai-Hippie der vor ca. 15 Jahren angefangen hat das Resort mit viel Liebe zum Detail aufzubauen. Eine bunte, nachts illuminierte Strandbar mit regelmäßiger Livemusik wo der Chef himself mit der Elektro-Ukulele das Südsee Feeling zelebriert. Wo bei Elektroklängen und Meeresrauschen die Cocktails genossen werden und eine sehr entspannte Atmosphäre herrscht und sich Menschen aus allen Teilen der Welt treffen.

Mein Eindruck den ich mir auf einer Rundfahrt um die Insel mit dem Roller verschafft habe ist der, das die Insel einfach wunderschöne Strände hat und durch die vorgelagerten kleinen Inseln zum Schnorchel und Tauchen einlädt. Was ich zum ersten Mal kennenlernen durfte war Disk Golf. Diese Sportart war mir bis dato völlig unbekannt und so habe ich Jurij den Barkeeper der Monkeybar begleitet und einige Fotos geschossen. Koh Mak hat einen 18 Korb Platz auf dem auch internationale Turniere stattfinden.

Jurij war es auch der mich eingeladen hat Ihn zum Kids-Day zu begleiten und bat mich doch ein paar Fotos von der Veranstaltung zu schiessen. Der Kids-Day ist eine Wohltätigkeitsveranstaltung für Kinder und Erwachsene, bei der alle Einnahmen für zB. solche Sachen wie den Erhalt der Schule und des Sportplatzes gestiftet werden. Das war schon ein besonderes und sehr lustiges Erlebnis. Als die Musikanlage getestet wurde gab es erstmal Psytrance und Goa in vollster Lautstärke auf die Ohren, die Kids vor der Bühne am tanzen, die Erwachsene am essen und trinken und ich habe mir nur einen gegrinst und vorgestellt was Deutschlands SUV Helikoptermuttis da wohl zu sagen würden. Weiter ging es mit Geschenken für die Kinder, vornehmlich Plastik, Süßes und Cola. Die Schulkinder Tanzaufführung wurde von hämmernden harten Elektro-Rap begleitet und die Gesangseinlage eines weiblichen Duos erinnerte doch manchmal eher an Table-Dance und war weit davon entfernt in Deutschland als Kindgerecht und Pädagogisch wertvoll eingestuft zu werden…die Helikoptermuttis wären in Ohnmacht gefallen! Eine der Inselbands die aufgetreten ist war wirklich richtig klasse und auch hier ist Micky dann wieder zugestoßen…die Szene auf der Insel ist halt überschaubar.

Mein Fazit für den Abend…ich habe mich prächtig amüsiert und bin froh das ich die Veranstaltung mit meinen Fotos ein wenig damit supporten konnte da ich die Fotos den Veranstaltern zu Werbezwecken zur Verfügung gestellt habe.

Mein Fazit zu der Insel…. ich komme wieder!

Mir hat Koh Mak so gut gefallen das es für mich zu einem neuen Sehnsuchtsort geworden ist und ich mich sehr sehr schwer damit getan habe die Insel zu verlassen. Nun zurück in Deutschland steht für mich fest das ich in Zukunft wieder öfter auf Reisen gehe und wenn alles so klappt wie ich es mir denke spätestens im nächsten Winter wieder in die Sonne fahre.

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