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Unterwegs – Ein photgraphischer Reiseblog

Phu Quoc die größte Insel Vietnams

Phu Quoc hat bei mir ein sehr zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Die Insel soll zu zu einem Touristenmagnet, einem Luxus-Ballermen mit Kasino, Luxusressorts und allem was dazugehört umgebaut werden. Ein “internationalen” Flughafen, der aber bis dato Bangkok als einzige ausländische Stadt direkt anfliegt, steht und ein völlig überdimensionierter vierspuriger Highway verbindet diesen mit den entstehenden Hotelkomplexen. Die Insel als selbe habe ich erstmal als nicht wirklich lohnenswertes Ziel empfunden. Noch vor einigen Jahren soll das ganz anders aus gesehen haben und hin und wieder findet man auch noch ein paar einsame und ruhige Ecken auf der Insel doch ich denke das auch das bald vorbei ist.

Warum ich aber trotzdem länger als geplant auf der Insel geblieben bin liegt an den vielen tollen Menschen mit Ihren Geschichten denen ich dort in Joe’s Beach Bar begegnet bin.

Da ist zum einen Joe, ein in den Staaten aufgewachsener Vietnamese der allerdings besser Englisch wie vietnamesisch spricht. Nach dem er eine Zeit durch die Welt gereist ist hat er das Resort und die Strandbar von seiner Tante und seinem Onkel übernommen und ist in Phu Quoc heimisch geworden.

Joe’s Bar ist eine Art Sammelbecken für viele auf Phu Quoc „gestrandete“ Menschen aus aller Welt und ich konnte vielen sehr interessanten Geschichten lauschen. Jerry der 56 Jährige Australier der bereits seid 18 Jahren auf der Insel lebt und zusammen mit seinem vietnamesischen Partner eine Trekking-, Touragentur betreibt und von Bootstrips auf die vielen kleinen Nachbarinseln bis zum Dschungeltrekking Touren auf und um die Insel anbietet. Oder Allan ein seid Jahrzehnten in Vietnam lebender US-Amerikaner der einige der vielen Großbaustellen auf der Insel und in ganz Vietnam leitet.

Aber genauso sind auch ein paar klassische Vertreter der Deutschen Leitkultur anzutreffen, die nach erfolgreicher Frühberentung die Ihre für Deutschland sehr knappe Rente nun im Billigland Vietnam versaufen.

Geschichten über Geschichten!

Die schönsten hatte Dennis zu bieten, ein Mensch der mir dort sehr schnell ans Herz gewachsen ist. Dennis arbeitet und lebt in Kanada und arbeitet dort für eine Öl-Raffinerie. Drei Monate im Jahr, sieben Tage die Woche und hat dann genug Geld zusammen um die Welt zu bereisen. Das macht er schon seid Jahrzehnten und seine Ziele sucht er aus in dem er sich seinen Globus schnappt Ihn dreht und mit geschlossenen Augen mit dem Zeigefinger stoppt. Wenn das so ausgewählte Ziel nicht gerade im Meer oder in einem nicht bereisbaren Krisengebiet ist das Ziel gefunden. Von Dennis habe ich zum Beispiel so wundervolle skurrile Tips bekommen, wie das man in den zahlreichen Erdbebengebieten Südamerikas niemals Nackt schlafen sollte, denn bebt es erstmal hat man meist keine Zeit mehr seine Shorts zu suchen und steht dann unter Umständen nackt auf der Straße.

Aber da waren noch viel mehr tolle Menschen. Eve und Ron ein Schweizer Pärchen welches Ihre kompletten Habseligkeiten verkauft haben und nun ohne Rückflugticket die Welt erkunden möchten und dies in Ihrem Travelblog ( everonTravel ) dokumentieren. Rob der US-Amerikaner der seine Bar auf Phu Quoc verkauft hat und nun bei Joe arbeitet, Babydoll das vietnamesische Teenie-Girl aus dem Service oder die bezaubernde Elisabeth die nach einem Rollerunfall erst einmal auf der Insel gestrandet war und der es ähnlich wie mir gegangen ist das Sie die Menschen dort einfach ins Herz geschlossen hat und länger geblieben ist wie geplant.

Ich könnte die Liste jetzt noch eine ganze Zeit weiterführen und wenn man die Zeit und Muße hätte könnte man ganze Bücher, dort in Joe’s Beach Bar auf Phu Quoc schreiben.

Und so hat es dann Phu Quoc doch noch geschaftt sich einen kleinen Platz in meinen Herzen zu sichern…wegen der Menschen!

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