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Unterwegs – Ein photgraphischer Reiseblog

Hoh Chi Minh City, das alte Saigon

Ho Chi Minh City, das alte Saigon zählt bis auf den Besuch des Kriegsrelikte Museum zu einer der wenigen Orte auf meiner Reise die ich mir hätte sparen können. Fairer Weise muss ich sagen das ich nur einen winzigen Teil der Stadt gesehen habe da ich lediglich zwei Nächte dort verbracht habe, aber mein Eindruck war der einer hektischen, sehr, sehr lauten Stadt die mich einfach nur gestresst hat. Nach den überaus freundlichen Menschen des Nordens wirken die meisten Bewohner Saigons eher reserviert und manchmal fast unfreundlich.

Im Backpacker Viertel rund um die Bui Vien Street reiht sich eine Bar an die nächste und buhlt, mit zum größten Teil furchtbarsten asiatischen Pop-Techno, in ohrenbetäubender Lautstärke um Kundschaft. Hin und wieder findet man auch eine Bar in der Livemusik gespielt wird, doch die haben es sehr schwer gegen den Soundbrei der Straßen anzukommen. Dazu das permanente Gehupe der unzähligen Taxis und Roller…furchtbar. Dagegen ist die Khao San Road in Bangkok nahezu eine Erholung.

Was mich an Saigon am nachhaltigsten beeindruckt hat war das Kriegsmuseum von Ho-Chi-Minh-City. Obwohl die Sichtweise natürlich ein wenig einseitig ist muss ich sagen das ich zutiefst berührt war. Zu welch unglaubliche Greultaten der Mensch fähig ist erschreckt doch sehr und ich muss gestehen das mir das eine oder andere Mal die Tränen in den Augen gestanden haben. Allein die sogenannten Tiger-Cages 180×75×40 cm aus Rasiermesser scharfen Stacheldraht in denen ZWEI-DREI! Gefangene von den französischen Besatzern eingepfercht und gepeinigt wurden, lässt einen das Blut in den Adern gefrieren. Dazu die genaue Beschreibung der Foltermethoden und Aufnahmen der Opfer. Im Museum ist ebenfalls eine hervorragende Fotoausstellung von zahlreichen Photojournalisten aus dem Vietnamesich-Amerikanischen Krieg zu sehen.

Ebenso wird auf die Folgen und auf die immer noch existierenden Spätfolgen der Agent Orange Einsätze eingegangen. Die entstandenen Gendefekte sind nach wie vor in der Gesellschaft existent und es werden selbst in der dritten Generation noch Menschen mit Mißbildungen geboren die auf die Folgen der chemischen Kampfmitteleinsätze der USA zurückzuführen sind.

Die nicht zu verleugnenden Greultaten der Việt cộng bleiben natürlich unerwähnt. Beeindruckend bedrückend!

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