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Unterwegs – Ein photgraphischer Reiseblog

Koh Phanyam – Part 1

Da ich aus früheren Erfahrungen wusste das die Thailänder frieren anscheinend als Luxus empfinden, ging es gewappnet mit warmer Fleece-Jacke und Kopfkissen auf eine zehnstündige Nachtfahrt von Bangkok nach Ranong.

In Ranong angekommen wurde ich von einem sehr netten Thai in Empfang genommen, der skuriller Weise eine ausgesprochene Vorliebe für Deutsche Pop- und Schlagermusik hatte. So ging es unter lauter Beschallung mit Dj-Ötzi, Wolfgang Petry oder ähnlichen Mist, zum Pier von Ranong. Eigentlich hatte ich ja die günstigere langsame Fähre gebucht aber wurde kurzerhand auf ein Speedboat verfrachtet.

Nach einer halben Stunde fahrt war ich dann auch schon auf Koh Phanyam, einer kleinen paradisischen Insel in der Adamanensee. Da es auf der Insel keine Autos gibt, lediglich ein paar Traktoren oder ähnliche Gefährte als Transportfahrzeuge, orderte ich mir kurzerhand ein Motorroller-Taxi welches mich auf die andere Seite der Insel zum Ao Yai Strand brachte. Da die Saison gerade erst beginnt haben noch viele Resorts geschlossen oder werden gerade fein gemacht. Ich habe dann eine wunderschöne Hütte direkt am Strand bei Hornbill Huts gefunden. Zwar eigentlich über meinem geplanten Budget gelegen, aber 700 Bath (ca. 18€) die Nacht sind noch immer nicht viel….und das Preis-Leistungsverhältnis ist völlig in Ordnung….mir hätte allerdings auch eine einfachere Hütte gereicht.

Der Strand ist sehr schön, was allerdings ein wenig traurig macht ist, das man gerade an den noch geschlossenen, noch nicht gereinigten Resorts und den abgeschiedenen Ecken sieht, wieviel Müll in den Meeren schwimmt und bei Flut an die Strände gespült wird. Berge von Plastikmüll.

Der Strand ist den Gezeiten unterworfen so das bei Ebbe sich das Wasser ca. 50m zurückzieht. Was man dann beobachten kann ist das im “Watt” überall eigentümliche kleine Kunstwerke entstehen wofür die Sandkugel-Krabbe verantwortlich ist. Diese kommt bei Ebbe ans Tageslicht und schaufelt mit Ihrem Mundwerk kleine Sandkügelchen zusammen. Die werden solange “gelutscht” bis sie von allem organischen Material befreit sind und nach hinten ausgeworfen. Und das mit einer Geschwindigkeit von ca. 5 sec. pro Kugel. Hat sich der Krebs ungefähr 30 cm von seiner Höhle entfernt legt er von hier aus die nächste Reihe. Dabei entstehen unterschiedlichste oft sehr geometrische Muster.

Das Nachtleben ist zur Zeit hier noch sehr rudimentär aber die vielen liebevoll gestalteten Rasta-Bars lassen erahnen was hier zur Hauptreisezeit abgeht. Von einer der wenigen die schon geöffnet haben, die Freedom-Bar stammen ein paar der Aufnahmen.

Heute oder Morgen werde ich dann mal mit meiner Kamera bewaffnet die Insel erkunden, in den Wäldern soll es viele Nashornvögel und Affen geben…ich bin gespannt.

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